Fotoworkshop „Vom Dunkel ins Licht“

Das Projekt setzt bei jungen Geflohenen im Alter von 16 bis 27 Jahren an und arbeitet mit dem Mittel der Fotografie zur Stärkung der Selbstwahrnehmung und Förderung eines gestärkten Rollenverständnisses im neuen Lebenskontext unter Einbeziehung der einzelnen persönlichen Geschichten. Die jungen Menschen werden Möglichkeiten bekommen, mit der Kamera Rollenspiele zu den Geschlechterrollen zu erarbeiten, sich einzubringen, sich auszudrücken, sich zu spüren, indem sie sich und andere KursteilnehmerInnen spielerisch neu mit der Kamera inszenieren können.

Näheres im unten stehenden Infolyer:

Infoflyer

Soroptimistinnen spenden 1600 Euro für Mäggie

Wir freuen uns besonders über die großzügige Unterstützung des Sorptimisten Clubs Dortmund Ruhrregion. Im Dezember besuchten Vertreterinnen des Clubs das Mädchenhaus Mäggie und überreichten bei dieser Gelegenheit einen eindrucksvollen Scheck in Höhe von 1600 Euro. Diese Spende wurde unter anderem durch einen von den Soroptimistinnen organisierten Kinoabend in Dortmund möglich, dessen Erlöse nun Mäggie zugutekommen. 

Soroptimist International ist eine Organisation von Frauen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Position der Frau in Bezug auf ihre rechtliche, soziale und berufliche Stellung in der öffentlichen Diskussion zu vertreten. Ihr Ziel ist dabei stets die Verbesserung der Lebensbedingungen für Frauen und Mädchen. Sie sind mit rund 80.000 Mitgliedern in über 3.000 Clubs weltweit die größte Organisation dieser Art.

Das Mädchenhaus Mäggie ist auch mit Unterstützung und durch den Einsatz Vieler möglich geworden. Wir freuen uns ganz besonders, nun die Soroptimistinnen zu unseren Unterstützerinnen zählen zu dürfen. Ohne Einsätze wie diesen wäre unser Projekt nicht langfristig realisierbar. Darum auch an dieser Stelle noch einmal: Vielen Dank!

www.soroptimist.de

Fotoprojekt “ Vom Dunkel ins Licht“

Ab Dezember nehmen die Mädchen von „Mäggie“ und andere geflohene Mädchen an dem Fotoprojekt “ Vom Dunkel ins Licht“ teil. Initiiert wurde das Projekt von der Vive Žene Vereinsvorsitzenden Cornelia Suhan. Cornelia nutzt hierfür ihre Fachkenntnisse und Erfahrung als freie Fotodesignerin, und stärkt mittels Fotografie die Identität und Selbstwahrnehmung der Mädchen. Zugleich wird ein gestärktes Rollenverständnis als Mädchen in der neuen Umwelt gefördert. Auf spielerische Art können sich die Mädchen mit der Kamera inszenieren und erfahren so neue Wege, sich einzubringen, sich auszudrücken, sich zu spüren.

Bei mehreren Workshop-Terminen werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Mit fotografischen Spaziergängen in der Stadt etwa werden den Beobachtungen und Gefühlen der Mädchen Raum gegeben. Mit Hilfe der Kamera können sie erfassen, wie vielfältig geschlechtsspezifische Rollen in der Gesellschaft der neuen Heimat gelebt werden. Hier wird bewusst mit Rollenwechseln gearbeitet, die Mädchen werden mit Hilfe der Kamera von den Beobachteten zu Akteurinnen. Tradierte geschlechtsspezifische Rollen können so aufgebrochen werden.

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Beim Fotografieren gibt es den besonderen Moment zwischen Fotografin und Akteurin vor der Kamera, für kurze Augenblicke entstehen Momente einer Beziehung, entstehen Vertrauen oder Misstrauen, es entsteht eine Bindung, die durch den Abstand nicht bedrohlich ist. Hiermit wird gearbeitet, denn traumatisierten Menschen fällt es oft schwer, Bindungen einzugehen und zu vertiefen.  

Alle Ergebnisse, die in den Fotoworkshops erarbeitet werden, werden anschließend ausgedruckt und die Arbeiten in einer gemeinsamen Runde besprochen. Alle Workshops werden professionell durch Erzieherinnen oder Sozialarbeiterinnen begleitet.

Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW (MFKJKS) im Rahmen des Projektschwerpunkts „Prävention sexualisierter Gewalt für junge Flüchtlinge und/oder Wertevermittlung“.

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